Multichannel Commerce – Frankenstein lässt grüßen

Viele klassische Unternehmen aus dem stationären Handel haben mittlerweile an ihrem User Journey gearbeitet und bemühen sich, Grenzgänger-Szenarien zwischen Online- und Offlinewelt im Kauferlebnis abzubilden. Da wird allerdings manchmal zusammengestückelt, was noch nicht ganz zusammenpasst. Nicht immer schön aber durchaus lebensfähig – Frankenstein lässt grüßen.

So hatte ich kürzlich zwei Multichannel-Erlebnisse der dritten Art:

Neue Winterreifen mussten her. Die konnte ich beim Ersatzteilhändler meines Vertrauens ATU bequem online bestellen und in meine Wunschfiliale liefern lassen.

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Auf Instore Pickup wird leider erst im Bestellvorgang hingewiesen

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So viel Hirn war nie

Dieses Jahr ließ der Conversion Summit mein Psychologen-Herz besonders hoch schlagen. Als sich am 5. September die internationale Website-Optimierungsgemeinde wieder ein Stelldichein in Frankfurt gab, stand alles unter dem Motto Verkaufspsychologie und Neuromarketing. Selten hat man so viele „bunte Gehirn-Bildchen“ in Präsentationen gesehen wie diesmal. Zurecht. Denn nur wenn man die psychologischen Mechanismen kennt, lassen sich Webseiten gestalten, die Entscheidungsprozesse online effektiv unterstützen. Weiterlesen

Prolog: Vom Verstehen zum Gestalten

Es war der Tweet des Interaction Designers Nathan Bowers, der vor einiger Zeit mein Unbehagen mit etwas auf den Punkt brachte, was heutzutage leider häufig mit AB-Testing einhergeht: übertriebener Aktionismus.

“A/B testing is like sandpaper. You can use it to smooth out details, but you can’t actually create anything with it.” (Nathan Browers)

Auch in meinem beruflichen Alltag als Webpsychologe & UX Concepter kommt es immer wieder vor, dass man nicht die Zeit für fundierte Analysen bekommt, die sinnvoll wäre. Weiterlesen