So viel Hirn war nie

Dieses Jahr ließ der Conversion Summit mein Psychologen-Herz besonders hoch schlagen. Als sich am 5. September die internationale Website-Optimierungsgemeinde wieder ein Stelldichein in Frankfurt gab, stand alles unter dem Motto Verkaufspsychologie und Neuromarketing. Selten hat man so viele „bunte Gehirn-Bildchen“ in Präsentationen gesehen wie diesmal. Zurecht. Denn nur wenn man die psychologischen Mechanismen kennt, lassen sich Webseiten gestalten, die Entscheidungsprozesse online effektiv unterstützen.

Meine beiden Highlights – Personalisierung, aber richtig:

„Killer Conversion Copy“

Brian Massey, Conversionscientist.com, präsentierte ein Modell für die zielgruppengerechte Ansprache bei der Lead-Generierung. Je nachdem in welchem Schritt des Entscheidungsprozesses („Levels of Awareness“) sich die Besucher einer Website befinden, gilt es, die richtigen Argumente zu finden:

BrianMassey

Wer sich am Anfang der Informationssuche befindet („Unaware“), braucht Inspiration in Form von „Stories & Secrets“. Wer sich hingegen am anderen Ende befindet („Most Aware“) und z. B. gezielt nach einem iPad sucht, wird sich über dessen Vorzüge wahrscheinlich bereits im Klaren sein. Dann geht’s eigentlich nur noch um Produktspezifika und natürlich den alles entscheidenden Preis. Mehr spannende Beispiele gibt’s hier: http://de.slideshare.net/bmassey

„Die Dekodierung der Kundenmotivation“

In die gleiche Kerbe schlugen Jens Bünger, FriendScout, und Ronald Grimminger, Web Arts. Sie präsentierten einen recht aufwändigen, aber lohnenswerten Personalisierungsansatz. Per Befragung wurden verschiedene Nutzertypen nach Emotions- und Motivationskategorien klassifiziert. Individuell gestaltete Landingpages pro Nutzertyp stellen dann eine zielgruppengerechte Ansprache sicher.

Auf diese Weise lässt sich beispielsweise der Haupt-Motivationstyp pro Marketingkanal identifizieren und Landingpages personalisiert ausspielen. Ein Ansatz der sich ähnlich auch für News-Websites gut eignet. Über eine Analyse der Keywords kann ebenfalls Content personalisiert ausgespielt werden, passend zur individuellen Motivation.

Für Quickwin- Fanatiker und „Buttonschubser“ („Was ist besser? Roter oder blauer Button?“) sicher alles zu aufwändig. Deswegen betonte Jens Bünger gleich zu Beginn seiner Präsentation: „Es geht nicht um den schnellen Uplift, sondern um nachhaltige Learnings.“ Fast scheint es, als habe Bünger meinen letzten Blogpost zum Thema Testing Aktionismus gelesen…

Noch ausführlichere Recaps gibt’s hier:
http://www.konversionskraft.de/news/new-brains-brains-brains-recap-conversion-summit-camp-2013.html
http://www.inhouse-seo.de/conversion-summit-conversion-camp-2013-recap/
http://amironov.de/conversionsummit-2013-recap-webanalytics/
http://www.explido.de/blog/highlights-vom-conversion-summit-2013-recap/
http://www.conversionowl.de/conversionsummit-und-conversioncamp-2013-die-highlights/

3 Gedanken zu „So viel Hirn war nie

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